Maurice Utrillo (Paris 1883 - 1955 Dax)

Das Unglück im Leben des Maurice Utrillo war zweifelsohne seine Trunksucht. Bauarbeiter, die von seiner Mutter, der Malerin Suzanne Valadon, beauftragt wurden, den 12-Jährigen von der Schule zu begleiten machten sich einen Spass daraus, den Jungen betrunken zu machen. Dieser Leidenweg endete erst, als er die Malerin Lucie Valore 1935 heiratete.

Zur Malerei kam Utrillo, der bis zu sieben Liter Wein am Tag konsumierte und gleich ein paar Liter davon bestellte, damit der Wirt nicht so oft laufen musste, aufgrund ärztlicher Verordnung als Entwöhnungskur. Seine Mutter schloss ihn mit Leinwand und Farben in seinem Zimmer ein. Als das nichts half und Utrillo das Malgerät zum Fenster hinauswarf, seine Mutter ihm daraufhin mit der Entwöhnungsanstalt drohte, begann er, wie er es dann nannte, mit der "blöden Kleckserei".

Der "Malerpoet vom Montmartre", der unehelich geboren wurde und den der Kunstkritiker Miguel Utrillo dann adoptierte, malte viel und schnell. Seine Sujets fand er vornehmlich in seiner näheren Umgebung in Paris. Er zeichnete ein Bild von Paris und seinen Vororten, aber insbesondere dem Montmartre-Viertel, mit seinen Menschen, Häusern und Strassen.

Zunächst orientierte sich Maurice Utrillo am Impressionismus und an der Arbeit von Camille Pissarro und Albert Sisley. Seine Farbgebung ist zunächst von Weiss und Schwarz geprägt. In seinem Ausdruck vermittelt er meist eine Vertrautheit mit der Darstellung und ihrer Umgebung. Er reist später in die Bretagne und nach Korsika, sein Stil gewinnt zunehmend an Farbe. Seine plastischen Effekte erzielte er durch die Beimengung von Gips zu den Farben.

Seine erste bedeutende Ausstellung erfolgt 1924 in der Pariser Galerie Bernheim-Jeune, die ein Erfolg wird. Durch seine Aufnahme in die französische Ehrenlegion 1928 erfolgt auch die offizielle Anerkennung seines Schaffens.

Ausser der Malerei widmet er sich Entwürfen für Bühnenbilder und Kostüme.

Montmartre (Sacre Coeur) (1947)

Farblithographie auf chamoisfarbenem festen Velin d’Arches.

Masse: ca. 26,5 cm x 18,7 cm (38,6 cm x 27,4 cm).

Im Stein betitelt „Montmartre.“ und signiert „Maurice Utrillo, V.“.

Mit Bleistift bezeichnet und nummeriert „1947 1 / 20“, signiert mit Bleistift unten mitte „e. a. Maurice Utrillo V“.

Verso: Mit Bleistift von fremder Hand bezeichnet: M. Utrillo, „Sacre Coeur“, O.-L. 1947, 1 v 20 Ex., e.a., Sign.

Zustand: minimale Gebrauchsspuren, verso kleine Reste alter Montierung, sonst sehr gut.

mit Rahmung: dunkelbrauner Holzrahmen mit beigem Passepartout.

EUR 1.400,00
(Preis incl. 7 % MwSt. und zzgl. evtl. Versandkosten).

La Rue d’Orchampt (1924)

Lithographie auf Chinabütten.

Eines von 525 Exemplaren.

Masse: 19,8 cm x 28,7 cm (27,5 cm x 36,7 cm).

Im Stein signiert „Maurice Utrillo, V.“.
Mit dem Trockenstempel der „Galerie de Peintres-Graveurs, Paris (Lugt 1057)

Verso: Sammlerstempel R im Kreis (nicht bei Lugt)

WVZ Fabris 5a - 3.

Zustand: minimale Gebrauchsspuren, kleine Reste alter Montierung, sonst sehr gut.

ohne Rahmung.

EUR 550,00
(Preis incl. 7 % MwSt. und zzgl. evtl. Versandkosten).