Erich Heckel (Döbeln 1883 - 1970 Hemmenhofen)

Seinem künstlerischen Werk widmet sich der Sohn eines Ingenieurs vermehrt nach seinem abgebrochenen Architekturstudium und vollends nach der Aufgabe seiner Tätigkeit als Zeichner in einem Architekturbüro im Jahr 1907.

Bereits 1905 gründet er zusammen mit Karl Schmidt-Rottluff, Fritz Bleyl und Ernst-Ludwig Kirchner, die er aus Schul- und Studienzeit bereits kannte, die Künstlervereinigung "Die Brücke", deren Name Karl Schmidt-Rottluff spontan beim überqueren eines Bahnübergangs ersann und die zunächst in einem von Erich Heckel für 10,- Mark monatlich angemieteten leeren Metzgerladen arbeiteten. Ihr Ziel war gegen bestehende Kunstrichtungen anzutreten, insbesondere die Überwindung des Akademismus. Der Gruppe traten später auch Max Pechstein und Otto Müller bei.

Sein Stil orientierte sich an farbenfrohen Werken van Goghs und der Fauves sowie des Kubismus, der jedoch nach Auflösung der Brücke 1913 verhaltener wurde. Neben der Malerei besass das graphische Arbeiten mit Lithographien und Holzschnitten einen wesentlichen Anteil an seinem Werk, das zu den Wegweisern des Expressionismus zählt.

Das Grosstadtleben, Landschaften und Portraits sowie der Zirkus sind Darstellungen die seine Arbeit prägen, ebenso seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieg, in dem er als freiwilliger Krankenpfleger dient.

Während des Nationalsozialismus wurde Erich Heckel als "entarteteter Künstler" eingestuft und erhielt Malverbot. 1949 nahm er seine Tätigkeit als Professor an der Hochschule der bildenden Künste in Karlsruhe auf.

Geschwister (1929)

Lithographie auf sehr feinem Chinapapier.

Erschienen in „Die Schaffenden“, VIII. Jahrgang, im Euphorion Verlag, Berlin, 1932.

Masse: 27,2 cm x 21,7 cm (36,2 cm x 30,0 cm)

Mit Bleistift u.r. signiert „Heckel“.

WVZ Dube L 284 II.

Zustand: minimaler Ausriss am oberen Rand, jedoch restauriert, ansonsten sehr gut.

ohne Rahmung.

EUR 1.400,00
(Preis incl. 7 % MwSt. und zzgl. evtl. Versandkosten).

Krankes Mädchen (Jüngling) (1913)

Holzschnitt auf Bütten.

erschienen in Kurt Pfister, Deutsche Graphiker der Gegenwart
bei Klinkhardt & Biermann, Leipzig, 1920.
verso fälschlich bezeichnet "HECKEL: Jüngling. Holzschnitt".
Masse: 19,1 cm x 13,9 cm (32,5 cm x 24,0 cm)
WVZ Dube 266 b.
Zustand: sehr gut.
ohne Rahmung.

EUR 500,00
(Preis incl. 7 % MwSt. und zzgl. evtl. Versandkosten).

Kleines Stillleben (1957)

Farbiger Holzschnitt von zwei Stöcken auf Bütten.

Druck für die Karl-Hofer-Gesellschft, Berlin.

Masse: 27,0 cm x 17,0 cm (44,0 cm x 32,5 cm).
nummeriert u.l. "97 / 200" und mit Bleistift u.r. signiert und datiert "Heckel 57".

WVZ Dube 422 b.

Zustand: verso minimale Reste alter Montierung, ansonsten sehr gut.

mit Rahmung: Leinenpassepartout in altrosa in hellem Stilrahmen.

EUR 1.000,00
(Preis incl. 7 % MwSt. und zzgl. evtl. Versandkosten).